Heiliger See

Heute nehme ich euch auf einen fotografischen Spaziergang rund um den „Heiliger See“ mit.

Ausgehend von unserem Liegeplatz am Jungfernsee gehen wir durch den sog. „Neuen Garten“ Richtung Schloß Cecilienhof. Auf dem Weg dorthin trifft man zunächst auf einen seltsamen, komplett mit Eichenrinde verkleideten Rundbau.

Die „Borkenküche“ diente zu Zeiten von Friedrich Wilhelm II, vorwiegend zur Versorgung der u. a. als königlicher Speisesaal genutzten Gartenarchitektur am Jungfernsee.

Die Borkenküche

Kurz danach ist man auch schon am Schloß Cecilienhof. Weltgeschichtlich bekannt durch die Potsdamer Konferenz. Hier wurde 1945 nach Ende der Kampfhandlungen, die weitere Vorgehensweise von den Siegermächten im sog. „Potsdamer Abkommen“ beschlossen.

 
Weiter geht’s Richtung Heiliger See. Der Park erinnerte mich an Park Sanssouci, jedoch finde ich es hier viel ursprünglicher und wesentlicher schöner.

Nach einigen Minuten erreicht man das Holländische Etablissement. Es wurde in den Jahren um 1790 von Friedrich Wilhem II als Wohnstätte für Bedienteste gebaut.

 
Dem Park und dem See folgend kommt man zum Mamorpalais. Auch dieses Etablissement wurde von Friedrich Wilhelm II von Preußen erbaut.

Das Mamorpalais

Mich erstaunt immer wieder, wieviel Mühe und Geld man früher in die Errichtung solcher Gebäude gesteckt hat. Man kann davon halten was man will. Aber heute wäre in Deutschland wahrscheinlich niemand bereit für so etwas Geld auszugeben, und unsere Nachfahren würden solche Dinge aus unserer Zeit nicht bestaunen können.

Fast hätte ich vergessen die bunten Häuser zu erwähnen. Im Park verteilt befinden sich das grüne, das rote, das weiße und das graue Haus. Mehr haben wir nicht gefunden. Vielleicht gibt’s noch mehr, k.A.?

 
Das grüne Haus wird heute als Wohnhaus genutzt. Das rote Haus ist ein historisches Winzerhaus. Wie und ob es heute genutzt wird haben wir nicht feststellen können.

Bald sind wir dann auch schon an der südlichsten Spitze des Heiliger See. Hier steht die „Gotische Bibliothek“. Ein Turmpavillon der nach Fertigstellung als königliche Bibliothek genutzt wurde.

Die Gotische Bibliothek

Jetzt geht’s auch schon auf den Rückweg. Die östliche Seite des See’s ist nicht so spannend. Sie führt meist über mit Autos zugeparkten Straßen. Nahezu alle Seegrundstücke sind in privater Hand und mit schönen Villen zugebaut. Ab und zu gibt es allerdings einen kleinen Badestrand für das gemeine Volk.

Nach gefühlten 10 Kilometern sind wir also zurück und müssen erstmal ausspannen. So sind wir wieder in der Meierei am Jungfernsee gelandet und genießen dort eine frischgebraute Hopfenkaltschale.