Der letzte Morgen in Werder

Vier Tage haben wir in Werder nun hinter uns.
Enkel Luca ist von Bord und wieder zu Hause in Österreich. Dafür haben uns Ingrid und Siggi kurz besucht. Sie sind aber am nächsten Tag schon wieder weiter in den Glindow See.

Uns hat ein notwendiger Arztbesuch hier festgehalten. Ulrike hat sich am Fuß eine Schnittwunde zugezogen und ich konnte mit einer ausgewachsenen Mandelentzündung aufwarten. Nun, der Arzt hat’s gerichtet und mit den entsprechenden Medikamenten ziehen wir heute weiter nach Potsdam.

Die Temperaturen sind mittlerweile mächtig abgesunken. Aber es soll demnächst wieder wärmer werden. Es ist ja nicht mal August. Man wird sehen…

Der heutige Sonnenaufgang hat uns für die Liegetage in Werder ein wenig entschädigt. Jetzt geht’s aber erstmal weiter.

Der Glindow See

Zwei Tage haben wir in Brandenburg Waldmöpse gesucht. Von den 28 ausgesetzten Möpsen hat unser Enkel Luca 7 gefunden, und alle mußten als Beweis fotografiert werden.

Nun liegen wir bereits den zweiten Tag vor Anker im Glindow See bei Werder an der Havel. Der See soll der sauberste See in Brandenburg sein, und das soll schon etwas heißen. Im Schlauchi den See erkunden und wenn’s zu warm wurde, einfach alle paar Minuten ins Wasser zum abkühlen. So kann man es aushalten.


 
Morgen werden wir unseren schönen Ankerplatz verlassen und kurz um die Ecke nach Werder zur Vulkan Werft. Ich habe mir im Winter am Ablauf des Ankerkastens einen Frostschaden eingefangen. Da muss etwas geschweißt werden – shit. Morgen erfolgt allerdings erst die Begutachtung. Die Arbeiten, so der Plan, sollen allerdings erst Ende August durchgeführt werden.

Später versetzen wir dann gleich nebenan zum MC Werder/Havel für das Wochenende. Es soll heftig regnen und gewittern. Außerdem wir unser Enkel hier von Bord gehen.

Der Abendhimmel verwöhnt uns heute vor Anker noch ein weiteres mal bevor morgen dann das Wetter kippt.

Plaue und Beetzsee

Von Genthin sind es nur 20 km bis Plaue. Die letzte Kanalschleuse in Wusterwitz haben wir schnell passiert. Die Kammer war oben, alles grün und wir konnten direkt einfahren. Irgendwie war diese Woche wohl grüne Welle für uns angesagt – prima.

Der Liegeplatz am Bornufer in Plaue ist, wie Tommi’s Imbiss ins Genthin, ebenfalls so etwas wie Tradition. Gibt es hier doch den ersten wirklich guten Fisch bei „Schröder & Söhne“ an der B1.

Die Brücke ist jetzt endlich nach so vielen Jahren, komplett saniert, und man hat es auch wirklich geschafft einen Straßenbelag aufzubringen, damit man wieder rüber gehen kann.

Aktuell liegen wir aber bereits seit gestern im Beetzsee vor Anker. Das Wetter ist prima. Badetage sind angesagt. Wir genießen die Abende auf dem Vorschiff.

Morgen geht’s ein kleines Stück zurück nach Brandenburg zum Slawendorf. Wir müssen mal wieder unter Menschen und Enkel Luca will unbedingt Loriot’s Waldmöpse 🔎 suchen 🙂

Genthin

Heute war Einkaufstag. Vier neue Sechserpacks Mineralwasser plus jede Menge anderes Zeugs schleppt man nicht gern durch die Gegend. Da waren wir für den LIDL-Anleger mit dem kurzen Weg zu unserem Boot mal wieder recht dankbar.

Nachdem das dann abgehakt war, haben wir unsere Lievemijn kurz mal ein wenig verholt und direkt nahe dem Sportboothafen neben der Henkel-Brücke für die Nacht festgemacht.

 
Natürlich durfte ein ein Besuch bei Tommi’s Imbiss nicht fehlen. Seit 15 Jahren ist Currywurst/Pommes rot/weiß an der kleine Imbissbude ein MUSS für uns, also sowas wie mittlerweile Tradition.

Der Wind hat sich endlich gelegt. Morgen geht’s zum Bornufer nach Plaue.

Beim TuS EMPOR Burg

Unser Vorhaben im Niegripper See zu ankern ist leider ausgefallen. Heftige Böen zwischen 4-6 Bft haben uns davon abgehalten. Selbst in den sonst windgeschützten Ecken war kein Ankern sinnvoll möglich. Und am Anleger am Campingplatz war leider auch alles belegt – shit.

So sind wir nach so vielen Jahren zum ersten Mal in den Niegripper Altkanal zum TuS EMPOR Burg gefahren. Früher war der Kanal für uns nicht befahrbar, da alles verkrautet war. Mittlerweile kann man hier allerdings ordentlich durch. Unser Echolot zeigte durchgängig Tiefen von 2,20 bis 2,40 m.

Wir treffen auf einen hübschen kleinen Verein mit netten, hilfsbereiten Mitgliedern und sehr ordentlichen Sanitäranlagen. Eine echte Alternative wenn Ankern mal wieder ausfällt.

 
Hier nochmal einen Eindruck vom Anleger in Rothensee. Der letzte Abend dort hatte uns ein weiteres Mal mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verwöhnt.

Morgen geht’s weiter nach Genthin zum LIDL Anleger. Unsere Lebensmittel bedürfen einer Auffrischung.

Da für’s Wochenende wenig Wind und viel Sonne angesagt ist, werden wir kurz für einen Tag nach Plaue zum Bornufer fahren. Tagsdrauf wollen wir dann unser Ankerglück im Beetzsee bei Brandenburg suchen.

Wind + Wind + Wind + …

Jetzt liegen wir schon den dritten Tag bei Wind 6-7 Bft am Anleger vor dem alten Hebewerk in Rothensee. Morgen soll der Wind auf 4-5 Bft abflauen. Da werden wir mal hier aufbrechen und unser Ankerglück im Niegripper See versuchen.

Erfahrungsgemäß ist es dort immer ruhiger, da der Höhenunterschied vom Mittelland- zum Elbe-Havel-Kanal und damit zum Niegripper See, doch recht gewaltig ist. Die Schleuse Hohenwarthe wird uns ca. 18,0 bis 19,5m runter bringen.

Gut das es hier oben einiges zu entdecken gibt, sonst wäre uns unser Enkel in den letzten Tagen doch ein wenig unruhig geworden.

Das Schiffshebewerk Rothensee wurde 1938 erbaut und ähnelt dem Prinzip des alten Hebewerkes am Dortmund-Ems-Kanal in Henrichenburg. Das Hebewerk wird heute nur noch für die Sport- und die Fahrgastschifffahrt genutzt. Ein Verein kümmert sich um die Erhaltung der mittlerweile historischen Anlage.

 
Neben dem Hebewerk befindet sich die neue Sparschleuse für die Berufschifffahrt. Hebewerk und Schleuse münden im Unterwasser in den Rothenseer Verbindungskanal und bringen die Schiffe zur Elbe bzw. zum Hafen Magdeburg.

 
Weitere Info’s zu dem gesamten Schleusenkomplex findet ihr hier…

Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Für uns geht es also morgen Vormittag, bei hoffentlich weniger Wind, durch die Schleuse Hohenwarthe und wenige Kilometer später Backbord querab in den Niegripper See.