Der letzte Abend

Eigentlich wollten wir direkt vor der Schleuse Bolzum festmachen. Der Platz war aber leider komplett von einem Berufschiff blockiert. So mussten wir zur Liegestelle auf dem Mittellandkanal hinter der Brücke ausweichen.

Den letzten Abend auf unserer diesjährigen Sommertour konnten wir dann noch mit einem wunderbaren Abendhimmel beschließen (s. Titelbild), und der nächste Morgen empfing uns dann ebenso wundervoll.

Um 9:30 Uhr werfen wir die Leinen los und starten zur letzten Etappe. Schleuse Anderten ist schnell passiert und Hannover empfängt uns mit herrlichem Sonnenschein.

Schleuse Anderten – Unteres Tor

 
Mittlerweile liegen wir wieder am heimatlichen Steg im Yachthafen Seelze. Dienstag werden wir noch den wöchentlichen Kaffeetratsch am Liegeplatz genießen und Mittwoch geht’s dann endgültig nach Hause.

Es wird Herbst

An der Liegestelle in Rühen konnten wir gestern zur goldenen Stunde die ersten herbstlichen Vorboten beobachten.

Meteorologisch ist es ja bereits seit 1. September soweit. Gegen Ende des Monats, in diesem Jahr genau am 23. September um 2:04 Uhr, ist dann der „wirkliche“ Herbstanfang.

Der kalendarische Herbst beginnt mit der Herbst-Tagundnachtgleiche, wenn die Sonne den Äquator von Norden nach Süden überquert und dann genau senkrecht über dem Äquator steht.

Sei es drum… – Wir sind bereits ein kleines Stück weiter gerückt und werden die Nacht an der Mündung des Elbe-Seitenkanals verbringen.

Schleuse Sülfeld lag schnell hinter uns, und so genießen wir gerade die letzten Tage unserer Tour bei herrlichem Wetter und schöner Aussicht.


 

Morgen geht’s zur vorletzten Etappe bis Sehnde bzw. bis zum Hildesheimer Stichkanal. Mal sehen ob uns der Schleusenmeister die Übernachtung vor der Schleuse Bolzum genehmigt.

Rothensee war nix

Von Genthin aus sollte es eigentlich an den Anleger Rothensee gehen. Leider war dieser voll belegt. So haben wir noch die 26 km bis Bülstringen drangehängt.

Wer glaubt das der kleine Ort nur aus Wohnhäusern und dem Landgasthof Gabriel besteht, der irrt. Der besagte Gasthof öffnet auch erst um 16:30 Uhr die Küche. Um uns die Wartezeit zu vertreiben, sind wir auf Schusters Rappen durchs Dorf.

Gefunden haben einen schön angelegten kleinen See, einen Trimm-dich-Pfad, ein Kneipp-Becken sowie ein Barfußpfad mit Gehölz, Kies und Glasscherben. Alles für die Gesundheit. Am Ende des Ortes fanden wir noch einen großen Reiterhof.

 
Am Schluß sind wir dann natürlich im Landgasthof Gabriel gelandet und haben es uns bei einem Hamburger Schnitzel und ’ner Hopfenkaltschale gut gehen lassen. Man muss es mit dem ganzen Trimm-dich-Zeug’s ja auch nicht übertreiben 😉.

Morgen geht’s weiter bis zur ehemaligen innerdeutschen Grenzen bei Rühen.

Brandenburg

Die letzten Tage in Brandenburg haben wir mal wieder ausgiebig für lange Spaziergänge genutzt. Gefühlt kennen wir hier ja mittlerweile jede Taube persönlich. Trotzdem sind wir immer wieder sehr gerne hier, gehen in die bekannten Restaurants und genießen die Cafés an der Havel.

 
Abends, wenn die Lichter angehen, ist die Altstadt mit ihren kleine Gassen und hübschen Laternen besonders schön anzusehen. Die beleuchte Promenade an der Jahrtausendbrücke lädt, speziell zur blauen Stunde, zum abendlichen verweilen ein.

 
Wir sind mittlerweile auf dem Heimweg und liegen heute am Anleger in Genthin. Morgen geht’s schon weiter nach Rothensee.

Zurück im Urlaub

Gestern haben wir unsere Lievemijn aus der Vulkan Werft abgeholt. Ich bin immer total erstaunt, wie man eine Stelle am Rumpf ausbessern und lackieren kann, ohne das man noch irgendwas von dem Schaden erahnt. Wir sind begeistert. Und das Unterwasserschiff ist nun auch wieder für die nächsten zwei Jahre fit – …top.

Langsam tingeln wir nun westwärts. Heute aber zunächst nur knapp 40 km bis zum Slawendorf in Brandenburg. Hier werden wir zwei Tage liegen und noch ein bisschen die Havel sowie die Stadt selbst genießen.

Dienstag lassen wir die schöne Fluß- und Seenlandschaft aber dann schon hinter uns und es geht ab durch die Schleuse Wusterwitz in den Kanal gemächlich heimwärts.

Urlaubspause

Gestern haben wir unsere Lievemijn in die Obhut der Vulkan Werft gegeben. Am Auslauf unseres Ankerkastens hat sich Rost gebildet. Offensichtlich hat sich Feuchtigkeit unter dem Lack bzw. zwischen Spachtelmasse und Rumpfmaterial angesammelt. So hat der Frost die letzten Winter einen unschönen Schaden angerichtet.

Da das Schiff nun einmal draußen ist, wird auch gleichzeitig das Unterwasserschiff für die nächsten zwei Jahre aufbereitet.

Wir fahren für eine Woche nach Hause und machen jetzt erstmal Urlaub 😉.