Das waren die letzten Brötchen…

…für diese Saison aus Potsdam. Heute, am Freitag, wird noch ein bisschen Diesel gebunkert und es dann geht’s auch schon wieder für das Wochenende vor Anker.

Drei Tage City mit reichlich Spaziergängen sind aber auch genug, finden wir. Aber es hat natürlich Spaß gemacht.


 
Vorgestern haben wir uns im Filmmuseum die Ausstellungen zur DEFA und des Studio Babelsberg’s angeschaut. Die Deutsche Film AG (DEFA von 1946 bis 1992), war einst die größte Filmgesellschaft der DDR.

Und gestern durften wir am Luisenplatz vor dem Brandenburger Tor, das Weinfest genießen.

 
Ulrike hat dort den ersten frischen Federweißen der Saison erstanden. Noch ein bisschen süß, aber in ein paar Tagen werden wir ihn uns zur Gemüte führen können.


 
Ein lustiger Tag, den wir abends in der Trattoria Porto am Hafen beendeten.

Es wurde Zeit

Kurz vor unserem Urlaub haben wir uns nochmal zu Hause beim Friseur unseres Vertrauens den richtigen Urlaubsschnitt verpassen lassen. Nun nach 52 Tagen an Bord war es nicht mehr damit getan, alle Spiegel zu verdecken. Der Putz muss ab!

 
Bei unserem Lieblingsfriseur in Potsdam kennt man uns schon, und wir bekamen auch sofort Hilfe.

Wir werden den Hafen Potsdam erst Freitag verlassen, bevor es bei Hermannswerder in der sog. Hinterkappe wieder ein wenig vor Anker geht.

Die wunderbaren Sonnenaufgänge aus der Sacrower Lanke werden wir dort leider nicht sehen können, da genügend Bäume den Horizont verdecken.

Aber wir haben ja noch Bilder zur Erinnerung.

Heiliger See

Heute nehme ich euch auf einen fotografischen Spaziergang rund um den „Heiliger See“ mit.

Ausgehend von unserem Liegeplatz am Jungfernsee gehen wir durch den sog. „Neuen Garten“ Richtung Schloß Cecilienhof. Auf dem Weg dorthin trifft man zunächst auf einen seltsamen, komplett mit Eichenrinde verkleideten Rundbau.

Die „Borkenküche“ diente zu Zeiten von Friedrich Wilhelm II, vorwiegend zur Versorgung der u. a. als königlicher Speisesaal genutzten Gartenarchitektur am Jungfernsee.

Die Borkenküche

Kurz danach ist man auch schon am Schloß Cecilienhof. Weltgeschichtlich bekannt durch die Potsdamer Konferenz. Hier wurde 1945 nach Ende der Kampfhandlungen, die weitere Vorgehensweise von den Siegermächten im sog. „Potsdamer Abkommen“ beschlossen.

 
Weiter geht’s Richtung Heiliger See. Der Park erinnerte mich an Park Sanssouci, jedoch finde ich es hier viel ursprünglicher und wesentlicher schöner.

Nach einigen Minuten erreicht man das Holländische Etablissement. Es wurde in den Jahren um 1790 von Friedrich Wilhem II als Wohnstätte für Bedienteste gebaut.

 
Dem Park und dem See folgend kommt man zum Mamorpalais. Auch dieses Etablissement wurde von Friedrich Wilhelm II von Preußen erbaut.

Das Mamorpalais

Mich erstaunt immer wieder, wieviel Mühe und Geld man früher in die Errichtung solcher Gebäude gesteckt hat. Man kann davon halten was man will. Aber heute wäre in Deutschland wahrscheinlich niemand bereit für so etwas Geld auszugeben, und unsere Nachfahren würden solche Dinge aus unserer Zeit nicht bestaunen können.

Fast hätte ich vergessen die bunten Häuser zu erwähnen. Im Park verteilt befinden sich das grüne, das rote, das weiße und das graue Haus. Mehr haben wir nicht gefunden. Vielleicht gibt’s noch mehr, k.A.?

 
Das grüne Haus wird heute als Wohnhaus genutzt. Das rote Haus ist ein historisches Winzerhaus. Wie und ob es heute genutzt wird haben wir nicht feststellen können.

Bald sind wir dann auch schon an der südlichsten Spitze des Heiliger See. Hier steht die „Gotische Bibliothek“. Ein Turmpavillon der nach Fertigstellung als königliche Bibliothek genutzt wurde.

Die Gotische Bibliothek

Jetzt geht’s auch schon auf den Rückweg. Die östliche Seite des See’s ist nicht so spannend. Sie führt meist über mit Autos zugeparkten Straßen. Nahezu alle Seegrundstücke sind in privater Hand und mit schönen Villen zugebaut. Ab und zu gibt es allerdings einen kleinen Badestrand für das gemeine Volk.

Nach gefühlten 10 Kilometern sind wir also zurück und müssen erstmal ausspannen. So sind wir wieder in der Meierei am Jungfernsee gelandet und genießen dort eine frischgebraute Hopfenkaltschale.

Schlosspark Cecilienhof

Aus Spandau ist wieder nichts geworden. Der Steg beim WS04 an der Zitadelle war gesperrt und der Anleger am Altersheim war unverändert voll belegt. Die beiden abgesoffenen Nomadenboote sind immer noch mit einer Ölsperre abgesichert statt sie zu entsorgen.

Für uns heißt das, weiter Richtung Potsdam mit dem Ziel Jungfernsee. Schloß Cecilienhof und der Park sind immer wieder ein Besuch wert.

 

Wenn man schon hier ist, darf natürlich ein Besuch der Meierei nicht fehlen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Park, lassen wir es uns bei Bratwurst und einer Hopfenkaltschale gutgehen.

 

Das kommende Wochenende werden wir wieder ankern. Nach so vielen Landtagen ist mal wieder Ruhe angesagt 🙂 .

Aber morgen steht erstmal ein Spaziergang zum Heiliger See und ein Besuch des Mamorpalais auf dem Plan.

Am Tegeler See

Vergangenen Montag haben wir unseren Ankerplatz an der Sacrower Lanke aufgegeben. Am letzten Tag wurden wir nochmal vom Abendhimmel ein wenig verwöhnt. Und morgens gab’s dann auch nochmal schönes Licht zum Abschied – perfekt.

 
Ursprünglich wollten wir in Spandau festmachen. Der öffentliche Steg am Altenheim war allerdings belegt. Wobei wie man unten sieht, zwei Sportboote wohl unfreiwillig Plätze blockierten.

Alternativ gibt’s ja noch den Anleger an der Spreemündung, dachten wir. Pustekuchen…, der Anleger ist mittlerweile komplett gesperrt. Und so ist aus Spandau erstmal nichts geworden.

Also kurz durch die Schleuse und ab in den Tegeler See. Der öffentliche Wasserwanderrastplatz war ebenfalls voll belegt, und so sind wir mal wieder beim „Motor-Yacht-Club Tegeler See“ im sog. Borsighafen gelandet.

 
Vor drei Jahren waren wir bereits bei dem Verein und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Man ist schnell an der Greenwichpromenade und kurz dahinter auch auf der Freßmeile (siehe auch → Bericht von 2013).

Wir sind allerdings nicht auf der Meile, sondern im La Riva, einem neuen Italiener links hinter der Sechserbrücke, gelandet. Den Tipp erhielten wir von unserem Hafenmeister, und wir waren begeistert.

Heute, am letzten Tag ging’s auf Schusters Rappen zum Schloß Tegel. Die meisten Sehenswürdigkeiten haben wir in Tegel ja schon erlaufen. Das Schloß fehlte noch. Aber leider war der gesamte Schlosspark gesperrt. Alle Zuwege zum Schloß sind ausdrücklich als Privatwege gekennzeichnet und für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Aber unsere knapp 11 km haben wir doch geschafft. Ein Spaziergang vom Borsighafen zur Greenwichpromenade und dann entlang des Tegeler Fließ sowie der sog. Tegeler Insel lohnt sich wirklich. Hier kann man es aushalten und wie man sieht, offensichtlich auch recht ordentlich wohnen.

 
So, der Tag ist durch. Morgen geht’s ein Stück weiter zurück. Wir werden nochmal unser Glück in Spandau versuchen.

Wochenende 6.0

Wir liegen immer noch in der Sacrower Lanke vor Anker. Die letzten Tage hatten sich die Temperaturen auf ein Wohlfühlmaß eingestellt und wir konnten die Abende auf dem Vorschiff genießen.

Ulrike hat auch gleich einen bunten Teller zum Abendbrot bereitet.

Obwohl sich die Bucht am Wochenende reichlich mit Booten füllt, ist es doch erstaunlich ruhig. Keine Hütten und auch keine Gettoblaster oder Boomboxen.

Wir ziehen erst am Montag weiter. Morgen ist nochmal heftig Baden angesagt, da die Temperaturen wieder weit über 30°C steigen sollen. Da bleiben wir besser noch im See und kühlen unsere…