Am Tegeler See

Vergangenen Montag haben wir unseren Ankerplatz an der Sacrower Lanke aufgegeben. Am letzten Tag wurden wir nochmal vom Abendhimmel ein wenig verwöhnt. Und morgens gab’s dann auch nochmal schönes Licht zum Abschied – perfekt.

 
Ursprünglich wollten wir in Spandau festmachen. Der öffentliche Steg am Altenheim war allerdings belegt. Wobei wie man unten sieht, zwei Sportboote wohl unfreiwillig Plätze blockierten.

Alternativ gibt’s ja noch den Anleger an der Spreemündung, dachten wir. Pustekuchen…, der Anleger ist mittlerweile komplett gesperrt. Und so ist aus Spandau erstmal nichts geworden.

Also kurz durch die Schleuse und ab in den Tegeler See. Der öffentliche Wasserwanderrastplatz war ebenfalls voll belegt, und so sind wir mal wieder beim „Motor-Yacht-Club Tegeler See“ im sog. Borsighafen gelandet.

 
Vor drei Jahren waren wir bereits bei dem Verein und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Man ist schnell an der Greenwichpromenade und kurz dahinter auch auf der Freßmeile (siehe auch → Bericht von 2013).

Wir sind allerdings nicht auf der Meile, sondern im La Riva, einem neuen Italiener links hinter der Sechserbrücke, gelandet. Den Tipp erhielten wir von unserem Hafenmeister, und wir waren begeistert.

Heute, am letzten Tag ging’s auf Schusters Rappen zum Schloß Tegel. Die meisten Sehenswürdigkeiten haben wir in Tegel ja schon erlaufen. Das Schloß fehlte noch. Aber leider war der gesamte Schlosspark gesperrt. Alle Zuwege zum Schloß sind ausdrücklich als Privatwege gekennzeichnet und für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Aber unsere knapp 11 km haben wir doch geschafft. Ein Spaziergang vom Borsighafen zur Greenwichpromenade und dann entlang des Tegeler Fließ sowie der sog. Tegeler Insel lohnt sich wirklich. Hier kann man es aushalten und wie man sieht, offensichtlich auch recht ordentlich wohnen.

 
So, der Tag ist durch. Morgen geht’s ein Stück weiter zurück. Wir werden nochmal unser Glück in Spandau versuchen.

Wochenende 6.0

Wir liegen immer noch in der Sacrower Lanke vor Anker. Die letzten Tage hatten sich die Temperaturen auf ein Wohlfühlmaß eingestellt und wir konnten die Abende auf dem Vorschiff genießen.

Ulrike hat auch gleich einen bunten Teller zum Abendbrot bereitet.

Obwohl sich die Bucht am Wochenende reichlich mit Booten füllt, ist es doch erstaunlich ruhig. Keine Hütten und auch keine Gettoblaster oder Boomboxen.

Wir ziehen erst am Montag weiter. Morgen ist nochmal heftig Baden angesagt, da die Temperaturen wieder weit über 30°C steigen sollen. Da bleiben wir besser noch im See und kühlen unsere…

Planlos mit Überraschung

Der gestrige Tag fing eigentlich ganz planvoll an. Die App auf meinem Handy sagte mir einen schönen Sonnenaufgang voraus. Also mal wieder früh raus und den Fotoapparat umgehängt.

Wir wollten eigentlich zur Hauptstadt. Allerdings hatten wir nicht berechnet, das wir erst mittags an der Schleuse Mühlendamm sind, und daher mitten zur Rushhour der Fahrgastschiffe durch Berlin müssten.

Ursächlich war auch eine Übernachtung eingeplant. Aber auch hier ein Denkfehler. Das Wochenende steht vor der Tür. Wer einmal im Sommer am Wochenende mit dem Boot durch Berlin gefahren ist, weiß wovon ich spreche. Das wollten wir uns nun wirklich nicht antun.

 

Als weichgespülte Tourenfahrer haben wir also kurzentschlossen unseren Plan über den Haufen geworfen. Die Schleuse in Königs Wusterhausen war schnell passiert, dann kurz die Dahme runter und bei Köpenick mal wieder ab in den doch recht langweiligen Teltowkanal.

Wir waren schon fast eingeschlafen, als wir in Höhe des neuen Stadthafens Teltow zwei Menschen sahen, die heftig winkten. Zuerst dachten wir, wir hätten irgendetwas verloren oder unser Schiff qualmt oder wir hätten irgendetwas überfahren.

Schnell stellte es sich aber heraus, daß es unsere Pikmeerfreunde von der MS Marple waren. Was für eine freudige Überraschung ! Wir hatten sie vor einigen Jahren in der Marina Zernsdorf kennengelernt und zwischendurch mal wieder getroffen und locker Kontakt gehalten.

Mittlerweile haben sie sich einen neuen Pikmeerkruiser mit einer wunschönen Fly zugelegt. Ein wirklich tolles Schiff (Nur nicht neidisch werden Manfred 😉).

Da wir aber noch weiter zum Ankern in den Lehnitzsee wollten, blieb es bei einem kurzen Treffen im kleinen Hafenbistro. Dann nochmal gute Fahrt ihr Beiden und @Jochen, vielen Dank für die Fotos.

Später im Lehnitzsee stellten wir fest das heftiger Wind in der Bucht stand. Das Wasser dort war auch nicht besonders einladend. So sind wir ein paar Kilometer zurück und nach wenigen Minuten in der Sacrower Lanke gelandet.

Hier liegt man bei der Windrichtung aktuell nicht nur geschützter, sondern wir erleben auch mal wieder einen herrlichen Sonnenuntergang. Was will man mehr? Wir haben das beste Hobby der Welt.

Die kürzeste Etappe

Abgesehen von der Entfernung unseres Winterlagers bis zum heimatlichen Steg, haben wir gestern wohl die kürzeste Etappe, die wir je in einem unserer Urlaube zurückgelegt haben, hinter uns gebracht.

Von unserem schönen Ankerplatz im Krüpelsee bis zur Marina Zernsdorf waren es ganze 1,7 km.

Nach den herrlichen Tagen im See müssen wir frische Lebensmittel bunkern. Externes Essen wäre ja auch mal wieder ganz nett. Also Anker auf und schnell um die Ecke.

In „Paulines Hafencafe“, unmittelbar am Ausgang der Steganlage, kann man es sich mit allerlei leckeren Dingen gutgehen lassen.

Morgen soll es aber schon weiter gehen. Auf zur Hauptstadt.

Am Krüpelsee

Nach drei Liegetagen haben wir gestern die Spree verlassen und sind ein Stückweit die Dahme hoch.

Den ganzen Morgen hat es wie aus Kübeln geschüttet. Während einer kleinen Regenpause nutzen wir die Gelegenheit und verlassen unseren Liegeplatz in Niederschöneweide beim MWSC 1190.

Kurz nach Mittag werfen wir unseren Anker in den Krüpelsee, dicht bei der kleinen Durchfahrt zum Zernsdorfer See.

Mit dieser kleinen Bucht verbinden wir viele schöne Erinnerungen. Bereits 2012 haben wir hier mit unseren Freunden Klaus & Inge die Bucht erstmalig besucht. Damals gab es hier noch einen netten kleinen Biergarten mit gutem Essen. Leider ist da heute nichts mehr von zu sehen, schade.

Gegen Nachmittag hört der Regen endlich auf und wir werden noch mit einer schönen Abendstimmung belohnt.

Heute Morgen dann erwartungsgemäß dichter Nebel. Fotomotive sind ja vor Anker immer ein wenig begrenzt. Daher hier nur ein paar Impressionen, nachdem sich der Nebel einigermaßen aufgelöst hat.

Gegen Mittag gibt’s dann aber wieder herrlichen Sonnenschein (s. Titelbild). Wir werden hier wohl noch ein bis zwei Tage verweilen und die kommende Hitzeperiode abwettern.

Willkommen auf der Spree

Gestern haben wir noch einen schönen Tag in Potsdam verbracht. Der Wassertank ist nun voll und so ging es heute morgen los Richtung Berlin.

 
Die Hauptstadt haben wir uns allerdings gespart und sind durch den Teltow- und Britzer Verbindungskanal bis zur Spree.

Auf der Spree befindet sich bei km 30 ein netter kleiner Verein, der MWSC 1190, mit recht vernünftigen Preisen. Ungewöhnlich für diese Region. Auf der Müggelspree gibt es z.B. sog. Wassersportzentren, die für eine Nacht pauschal für Boote bis 15m Länge mal eben 60,— € + NK kassieren.

Da sind wir doch lieber bei den kleinen, ehrlichen Vereinen. Hier werden wir also erstmal bis Freitag bleiben. In der Nähe befindet sich ein guter Grieche wo man unmittelbar an der Spree auf der Terrasse sitzen kann. Mehr geht kaum 😋