Planlos mit Überraschung

Der gestrige Tag fing eigentlich ganz planvoll an. Die App auf meinem Handy sagte mir einen schönen Sonnenaufgang voraus. Also mal wieder früh raus und den Fotoapparat umgehängt.

Wir wollten eigentlich zur Hauptstadt. Allerdings hatten wir nicht berechnet, das wir erst mittags an der Schleuse Mühlendamm sind, und daher mitten zur Rushhour der Fahrgastschiffe durch Berlin müssten.

Ursächlich war auch eine Übernachtung eingeplant. Aber auch hier ein Denkfehler. Das Wochenende steht vor der Tür. Wer einmal im Sommer am Wochenende mit dem Boot durch Berlin gefahren ist, weiß wovon ich spreche. Das wollten wir uns nun wirklich nicht antun.

 

Als weichgespülte Tourenfahrer haben wir also kurzentschlossen unseren Plan über den Haufen geworfen. Die Schleuse in Königs Wusterhausen war schnell passiert, dann kurz die Dahme runter und bei Köpenick mal wieder ab in den doch recht langweiligen Teltowkanal.

Wir waren schon fast eingeschlafen, als wir in Höhe des neuen Stadthafens Teltow zwei Menschen sahen, die heftig winkten. Zuerst dachten wir, wir hätten irgendetwas verloren oder unser Schiff qualmt oder wir hätten irgendetwas überfahren.

Schnell stellte es sich aber heraus, daß es unsere Pikmeerfreunde von der MS Marple waren. Was für eine freudige Überraschung ! Wir hatten sie vor einigen Jahren in der Marina Zernsdorf kennengelernt und zwischendurch mal wieder getroffen und locker Kontakt gehalten.

Mittlerweile haben sie sich einen neuen Pikmeerkruiser mit einer wunschönen Fly zugelegt. Ein wirklich tolles Schiff (Nur nicht neidisch werden Manfred 😉).

Da wir aber noch weiter zum Ankern in den Lehnitzsee wollten, blieb es bei einem kurzen Treffen im kleinen Hafenbistro. Dann nochmal gute Fahrt ihr Beiden und @Jochen, vielen Dank für die Fotos.

Später im Lehnitzsee stellten wir fest das heftiger Wind in der Bucht stand. Das Wasser dort war auch nicht besonders einladend. So sind wir ein paar Kilometer zurück und nach wenigen Minuten in der Sacrower Lanke gelandet.

Hier liegt man bei der Windrichtung aktuell nicht nur geschützter, sondern wir erleben auch mal wieder einen herrlichen Sonnenuntergang. Was will man mehr? Wir haben das beste Hobby der Welt.

Die kürzeste Etappe

Abgesehen von der Entfernung unseres Winterlagers bis zum heimatlichen Steg, haben wir gestern wohl die kürzeste Etappe, die wir je in einem unserer Urlaube zurückgelegt haben, hinter uns gebracht.

Von unserem schönen Ankerplatz im Krüpelsee bis zur Marina Zernsdorf waren es ganze 1,7 km.

Nach den herrlichen Tagen im See müssen wir frische Lebensmittel bunkern. Externes Essen wäre ja auch mal wieder ganz nett. Also Anker auf und schnell um die Ecke.

In „Paulines Hafencafe“, unmittelbar am Ausgang der Steganlage, kann man es sich mit allerlei leckeren Dingen gutgehen lassen.

Morgen soll es aber schon weiter gehen. Auf zur Hauptstadt.

Am Krüpelsee

Nach drei Liegetagen haben wir gestern die Spree verlassen und sind ein Stückweit die Dahme hoch.

Den ganzen Morgen hat es wie aus Kübeln geschüttet. Während einer kleinen Regenpause nutzen wir die Gelegenheit und verlassen unseren Liegeplatz in Niederschöneweide beim MWSC 1190.

Kurz nach Mittag werfen wir unseren Anker in den Krüpelsee, dicht bei der kleinen Durchfahrt zum Zernsdorfer See.

Mit dieser kleinen Bucht verbinden wir viele schöne Erinnerungen. Bereits 2012 haben wir hier mit unseren Freunden Klaus & Inge die Bucht erstmalig besucht. Damals gab es hier noch einen netten kleinen Biergarten mit gutem Essen. Leider ist da heute nichts mehr von zu sehen, schade.

Gegen Nachmittag hört der Regen endlich auf und wir werden noch mit einer schönen Abendstimmung belohnt.

Heute Morgen dann erwartungsgemäß dichter Nebel. Fotomotive sind ja vor Anker immer ein wenig begrenzt. Daher hier nur ein paar Impressionen, nachdem sich der Nebel einigermaßen aufgelöst hat.

Gegen Mittag gibt’s dann aber wieder herrlichen Sonnenschein (s. Titelbild). Wir werden hier wohl noch ein bis zwei Tage verweilen und die kommende Hitzeperiode abwettern.

Willkommen auf der Spree

Gestern haben wir noch einen schönen Tag in Potsdam verbracht. Der Wassertank ist nun voll und so ging es heute morgen los Richtung Berlin.

 
Die Hauptstadt haben wir uns allerdings gespart und sind durch den Teltow- und Britzer Verbindungskanal bis zur Spree.

Auf der Spree befindet sich bei km 30 ein netter kleiner Verein, der MWSC 1190, mit recht vernünftigen Preisen. Ungewöhnlich für diese Region. Auf der Müggelspree gibt es z.B. sog. Wassersportzentren, die für eine Nacht pauschal für Boote bis 15m Länge mal eben 60,— € + NK kassieren.

Da sind wir doch lieber bei den kleinen, ehrlichen Vereinen. Hier werden wir also erstmal bis Freitag bleiben. In der Nähe befindet sich ein guter Grieche wo man unmittelbar an der Spree auf der Terrasse sitzen kann. Mehr geht kaum 😋

Ein windiger Tag geht zu Ende

In weiser Vorraussicht haben wir gestern Nachmittag unseren Ankerplatz aufgegeben und sind um die Ecke zum Anleger Nedlitz an der Robinson Insel am Weißen See. Für den nächsten Tag ist starker Wind angesagt.

Die Nacht gab’s dann auch schon recht kräftige Regenschauer und vom Frühstück bis zum Abendbrot hat’s hier dann kräftig gefetzt.

Nun geht die Sonne unter und es kehrt langsam Ruhe ein.

Am Anleger Nedlitz

Morgen werden wir nochmal kurz nach Potsdam Frischwasser bunkern bevor es dann am Mittwoch endlich Richtung Spree und Dahme geht.

Wir werden berichten…

Wochenende

Nach drei geruhsamen Tagen verlassen wir den Yachthafen Potsdam mit dem Ziel, das Wochenende vor Anker zu verbringen.

Wetter und Temperaturen sind gut, und wir entscheiden uns den Anker in die Sacrower Lanke zu werfen. Bei der angesagten Windrichtung liegt man hier recht geschützt und hat einen wunderbar offenen Blick zum Kladower See. Kurz hinter dem See beginnt dann auch schon die Berliner Unterhavel mit dem Wannsee.

Bevor wir das alles genießen können, gibt’s allerdings noch ein bisschen Arbeit. Unsere Vorräte müssen mal wieder aufgefrischt werden und da bietet es sich doch gleich an, beim ALDI Anleger im Tiefen See einzukaufen.

 
Nachdem alles verstaut ist, haben wir uns ein frisch Gezapftes an Bord verdient.

Mittlerweile liegen wir vor Anker und es haben sich acht weitere Boote zu uns gesellt. Aber die Bucht ist ja groß genug. Alle scheinen auch die gleiche Idee zu haben. Ruhe und die Natur genießen. Gut das keine Hausboote mit Partyvolk dabei sind.

Der Sonnenaufgang gestaltet sich hier aufgrund der offenen Sicht immer sehr eindrucksvoll. Also bin ich mal wieder um fünf morgens raus und versuche euch einen Eindruck vom Sommer auf dem Wasser zu vermitteln.